

Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Zuschreibung: Jüdisch – Fragen an die Geschichte des MARKK“ vom 28. August 2026 bis 27. Juni 2027
Der Abend eröffnet seltene Einblicke in zwei bedeutende jüdische Sammlungen Hamburgs und ihre bewegten Geschichten.
Im MARKK, Museum am Rothenbaum sind heute zehn Objekte und dokumentarische Spuren der einst mehrere hundert Objekte umfassenden Sammlung der „Gesellschaft für jüdische Volkskunde“ erhalten. Die 1896 auf Initiative des Hamburger Rabbiners Max Grunwald an der Henry-Jones-Loge gegründete Gesellschaft war bis in die späten 1930er Jahre in Hamburg mit dem Ziel des Sammelns und Ausstellens jüdischer materieller Kultur aktiv.
Die historische Bibliothek der Jüdischen Gemeinde Hamburg wird heute in der Staats- und Universitätsbibliothek SUB als Depositum bewahrt. Sie umfasst mehr als 13.000 Bände in deutscher, hebräischer und jiddischer Sprache, darunter bedeutende religiöse Druckwerke und frühe Hebraica.
Die Vortragenden zeigen, welche Bedeutung diese beiden Vorkriegssammlungen für Hamburgs kulturelles Gedächtnis haben.
Input und Gespräch: Jana Caroline Reimer (Museum am Rothenbaum Kulturen und Künste der Welt) und Katrin Janz-Wenig (Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg).
Jana Caroline Reimer ist seit 2005 Sammlungskuratorin für Westasien, Zentralasien, Nordafrika und Altägypten und seit 2021 am MARKK zuständig für die Provenienzforschung zu NS-Raubgut. Dem Studium der Judaistik, Islamwissenschaften und Politologie folgte eine mehrjährige wissenschaftliche Mitarbeit sowie ein Museumsvolontariat am Jüdischen Museum Berlin.
Katrin Janz-Wenig ist seit 2020 Referentin für europäische und außereuropäische Handschriften sowie seit 2021 kommissarische Leiterin der Hebraica- und Judaicasammlung der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg. Sie studierte Germanistik, Musikwissenschaft, Italianistik sowie Bibliotheks- und Informationswissenschaft und promovierte im Bereich der germanistischen Mediävistik. Ihre langjährige auch internationale Tätigkeit umfasst insbesondere die wissenschaftliche Erschließung und Erforschung von Handschriftenbeständen.
Gastgeberin für den Jüdischen Salon ist Barbara Guggenheim
Der Eintritt ist frei, um eine verbindliche Anmeldung bei info@salonamgrindel.de wird gebeten.

